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BDV-Infektion verschiedener Tierspezies Bode:

Ausschnitte (gekürzt) aus der folgenden Habilitationsschrift von Dr. Liv Bode, Kap. VI.:

Borna Disease Virus - natürliche Infektion und Krankheit bei Tier und Mensch - Wissensstand und Neubewertung von Diagnostik, Pathogenese und Epidemiologie unter Einbeziehung eigener Studien:

Tierspezis Borna

 

 

http://www.animal-health-online.de/drms/pferd/borna.pdf, eine Broschüre "Nicht nur bei Pferden - Borna-Disease-Virus (BDV)-Erkrankungen von B. Iben, Großtierpraxis 7:04, 138-146 (2006) die ebenfalls auf Habilitationsschrift von Dr. Liv Bode, Kap. V. basiert und die die hier etwas weiter erläuterten Punkte kurz zusammenfaßt.

1. Katze , 2. Hund, 3. Rind, 4. Schaf, 5. Strauß

Auszug Katze:

In Schweden wurde erstmals 1974 auf eine ätiologisch ungeklärte
neurologische Erkrankung bei Katzen aufmerksam gemacht, die klinisch durch
Verhaltens- und Bewegungsstörungen gekennzeichnet war und neuropathologisch
einer nicht-eitrigen Meningoenzephalomyelitis entsprach (98). Bei den motorischen
Störungen imponierte ein steifer schwankender Gang, der der Krankheit später den
Namen „Staggering disease“ (SD) einbrachte, außerdem Hinterhandataxien und
Lähmungen, sowie der Verlust der Fähigkeit, die Krallen einzuziehen.
Wesensänderungen (größere Anhänglichkeit, Ängstlichkeit, Depression) wurden
regelmäßig beobachtet, ebenso wie Anorexie, erhöhter Speichelfluß, Hyperästhesie
und Überempfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen. Die Mehrheit der Katzen
erlag der Krankheit oder mußte nach 1-4 Wochen eingeschläfert werden (98).
In 1992 konnte in einer gründlichen neuropathologischen Studie an 25
schwedischen Katzen, die an SD gestorben waren, gezeigt werden, daß die
inflammatorischen Gehirnveränderungen besonders prominent in der grauen Substanz des Hirnstamms, der Basalganglien und des Hippocampus nachweisbar und durch für Virusinfektionen typische, perivaskuläre Infiltrate mit lymphoiden Zellen und Makrophagen charakterisiert waren (112).

Nachdem alle bekannten felinen Virusinfektionen serologisch oder immunhistochemisch ausgeschlossen werden konnten (112), war es plausibel, bei der Suche nach dem ätiologischen Agens dieser ungewöhnlichen und beunruhigenden Katzenkrankheit auch das bis dahin nicht bei Carnivoren gefundene Bornavirus einzubeziehen. Diese Idee der schwedischen Kollegin wurde gestützt durch die Ähnlichkeit der Krankheit mit der BK bei Pferden, hinsichtlich Klinik,
Neuropathologie, Regionalität und saisonalem Schwerpunkt im Frühjahr (106, 51).
Wir konnten bei 11 von 24 Katzen mit SD, d.h. fast in jedem zweiten Serum
(45,8%), BDV-Antikörper mit hohen Titern bis zu 1:2000 nachweisen (113), wobei
unser für Human-Antikörper entwickelter Fluoreszenztest mit Doppelmarkierung (15) entsprechend adaptiert worden war. Wie bei humanen und equinen BDV-Antikörpern, war brilliante nukleäre Fluoreszenz auch für die felinen BDV-positiven Seren charakteristisch. Jedoch nur bei experimentell infizierten Kaninchen oder Ratten wurden sonst so hohe Fluoreszenztiter gemessen (108).

Erwartungsgemäß sind BDV-Infektionen bei Katzen nicht auf Schweden
beschränkt. Wir hatten schon 1993 bei der Untersuchung der schwedischen Seren auch Proben von deutschen Katzen eingeschlossen. Wir fanden damals BDV-Antikörper in 6,9% (12 von 173) zufällig ausgewählter Seren aus diagnostischen Einsendungen, wobei nur nicht-neurologische Erkrankungen berücksichtigt wurden. Die Positivrate erhöhte sich auf 12,5% (3 von 24), wenn Seren neurologisch auffälliger Katzen untersucht wurden. Die mit Immunfluoreszenz gemessenen Antikörpertiter waren deutlich niedriger als bei den Katzen mit „Staggering disease“ (113).

Neue seroepidemiologische Untersuchungen von Katzen mit vorwiegend gastrointestinalen Beschwerden, sowie von durch Tierheimhaltung gestreßten Katzen aus verschiedenen Regionen Deutschlands ergaben eine Positivrate von 12-13% (Abb. 3; Hübner und Bode, unpubl.).
Ein ähnlicher Prozentsatz mehr oder minder latenter BDV-Infektionen bei nicht-neurologisch auffälligen Katzen wurde auch aus Japan berichtet.

Eine erstmalige Untersuchung englischer Katzen hat kürzlich ergeben, daß die
Seropositivraten signifikant differieren, wenn klinisch streng nach neurologisch und
nicht-neurologisch kranken Katzen unterschieden wird. Die erste Gruppe (n=34) war
zu 35% seropositiv, die zweite Gruppe (n=68) jedoch nur zu 6% (Ref. 141). Dieselbe Untersuchung legte nahe, daß ungeklärte Ataxien und andere neurologische Störungen bei Katzen BDV-bedingt sein können, wie in Schweden gezeigt. In 5 von 6 Gehirnproben solcher Katzen konnte BDV-Nukleinsäure (p24-Gen) demonstriert werden, jedoch nicht in 12 Gehirnen von Katzen mit anderen Erkrankungen. Ebenso konnte genetisches Material des Virus in 4 von 5 PBMC-Proben neurologisch erkrankter Katzen nachgewiesen werden, nicht jedoch in derselben Anzahl PBMCs von pathogenfreien Tieren (141).

Die in den letzten Jahren stark verbesserte Datenlage zur BDV-Infektion der
Katze belegt, daß sowohl mit Erkrankungen als auch mit latenten Trägertieren
vermutlich weltweit gerechnet werden muß, wenn auch die Durchseuchungsraten
bisher geringer erscheinen als bei Pferd, Schaf und Rind. In Anbetracht der Tatsache, daß Katzen inzwischen in Deutschland und auch anderswo zum beliebtesten Haustier avanciert sind und aufgrund ihrer artspezifischen Eigenschaften in engem Kontakt mit dem Menschen leben, erscheinen zukünftig umfassende epidemiologische Untersuchungen der BDV-Infektion auch unter dem ungeklärten Zoonose-Aspekt notwendig.

Lesen Sie weiter in obiger Habilitationsschrift Seite 38 - 43

Hund

Das zweite, eng mit dem Menschen verbundene Haustier, der Hund, war bisher
kaum im Fokus der möglichen BDV-Wirte. In einem frühen Einzelbericht konnte bei
einem Hund experimentell zwar keine BK ausgelöst, die Infektion des Gehirns jedoch im Tierversuch ein halbes Jahr später nachgewiesen werden (133).
Wir hatten im Februar 1994 Gehirnmaterial eines schwedischen Hundes erhalten, der wegen Aggressivität eingeschläfert werden mußte. Neuropathologisch hatte sich der Verdacht einer nichteitrigen Meningoenzephalitis unklarer Genese bestätigt.

Unsere in den folgenden 3 Jahren durchgeführten intra vitam-Untersuchungen
von Hunden aus einer Tierarztpraxis in Süddeutschland haben ergeben, daß die BDVInfektion in der Tat auch bei Hunden vorkommt und mit 38,2% (13 aus 34)
Seroprävalenz relativ häufig zu sein scheint (Abb. 3; Bode und Pick, unpubl.). Nur bei der Hälfte der Tiere war die Infektion zum Untersuchungszeitpunkt aktiviert (17,7%; 6 von 34). Zwei dieser Tiere waren neurologisch krank. Der Gesamtanteil der infizierten Tiere betrug immerhin 47,1% (16 von 34). Von den 26 Tieren mit Vorbericht, litt die überwiegende Mehrheit an allergischen Hauterkrankungen oder Myositis. Ein klinisch gesundes Kontrolltier war infektionsfrei, während 2 weitere symptomfreie Hunde mit Pferdekontakt seropositiv getestet wurden. Darüberhinaus konnten wir bei 2 Hunden mit allergischen Erythemen durch Verlaufsuntersuchungen im Zweimonatsintervall jeweils eine Serokonversion dokumentieren.

Kürzlich gab es aus Österreich einen Fallbericht über einen wegen progredienter neurologischer Symptomatik eingeschläferten Hund, in dessen Gehirn BDV-Antigen durch Immunhistochemie sowie BDV-RNA mit nested RT-PCR eindeutig nachgewiesen werden konnte (198).

Nach diesen ersten Untersuchungen muß auch der Hund definitiv in die Reihe
der Wirte von Bornavirus aufgenommen werden. Bei neurologischen Symptomen
sollte differentialdiagnostisch demnach nicht nur Tollwut- oder Staupeverdacht
abgeklärt, sondern auch eine mögliche BDV-Infektion berücksichtigt werden. Da für
den Hund bezüglich der engen Kontakte zum Menschen dasselbe gilt wie für die Katze, sind weitere epidemiologische Datenerhebungen auch hier dringend erforderlich.

Lesen Sie weiter in obiger Habilitationsschrift Seite 43 - 44

Schaf (Ziege)

Schafe sind neben den Pferden die am längsten bekannten, natürlichen Wirte von Bornavirus. Die ersten Berichte über eine der BK der Pferde vergleichbare Erkrankung von Schafen stammen aus Sachsen zum Ende des 19. Jahrhunderts (194). In den zwanziger Jahren gelang mit der Übertragung der Schaf-BK auf Kaninchen und Meerschweinchen erstmals der Beweis, daß derselbe Erreger für die Krankheit bei beiden Spezies (Pferd und Schaf) verantwortlich ist (8). Weitere Berichte folgten kurz danach, in 1928, auch im europäischen Ausland (134). In demselben Jahr wurde auch ein umfassender Überblick zur Borna’schen Krankheit der Schafe veröffentlicht (133).
Obwohl die BK bei Schafen in den Endemiegebieten als bedeutende Erkrankung galt,gibt es aus den fünfziger und sechziger Jahren nur wenige gründliche Untersuchungen (74, 118, 71). Klinisch dominieren nach initialen Verhaltensänderungen (z.B. Absonderung von der Herde) vor allem zentralnervöse
sensorische Störungen mit auffälliger Somnolenz, während Motilitätsstörungen im
Gegensatz zum Pferd weniger imponieren (74). Als durchschnittliche Krankheitsdauer wurden 4 bis 10 Tage angegeben (n=83 Tiere). Wie beim Pferd wurde auch bei der BK der Schafe eine Lymphopenie im Blut und (weniger ausgeprägt) eine Pleozytose Liquor gemessen (74). Ebenso wie bei der klassischen BK der Pferde lag die Spontanheilungsrate bei kranken Schafen unter 10% (Ref. 74).

Wir fanden eine Antikörperrate (Immunfluoreszenz) von 27,7%, wobei die
Durchseuchung der Einzelbestände zwischen 13,3% und 33,3% lag (Abb. 3).
Bei einem dieser Bestände mit Mischhaltung von Schafen (n=48) und Ziegen
(n=15) konnten wir interessanterweise trotz 31,3%iger Antikörperrate der Schafe unter den Ziegen kein einziges seropositives Tier ermitteln. In einer kleinen Stichprobenuntersuchung von gemeinsam mit Pferden gehaltenen Ziegen in
Norddeutschland, die Kontakt mit einem BK-kranken Pferd gehabt hatten, fanden wir 1 von 4 Ziegen (25%) und 8 von 25 Pferde (32%) seropositiv. Über BK bei Ziegen gibt es bereits einen früheren Bericht von 1960 (Ref. 158).

Wie bei Pferden kann man auch bei der BDV-Infektion der Schafe eine
weltweite Verbreitung vermuten.

Lesen Sie weiter in obiger Habilitationsschrift Seite 34- 36

Rind

Im Gegensatz zu Pferd und Schaf kommt die Borna’sche Krankheit (mit
Todesfolge) beim Rind offenbar selten vor. Aus den dreißiger Jahren existieren nur 2 Fallberichte (53, 208).

Die Leitsymptome untersuchter Fälle waren Appetitlosigkeit, starke Ängstlichkeit, Zwangsbewegungen, Ataxie und schwere Paresen, die in komplette Bewegungsunfähigkeit mit Todesfolge übergingen (Krankheitsdauer 1-6 Wochen).

Die BDV-Infektion als Krankheitsursache konnte durch Nachweis von BDV-Antigen
und Nukleinsäure im Gehirn zweifelsfrei erbracht werden (17). Ebenfalls in 1994
wurden 2 Fälle von BK beim Rind aus der Schweiz berichtet (30). Schon in den
sechziger Jahren waren in der Schweiz sporadische Fälle von boviner
Enzephalomyelitis vorgekommen (54).

Bei den von uns untersuchten Fällen war die Gehirninfektion, im Unterschied
zum Pferd, nur geringgradig im Hippocampus nachweisbar und konzentrierte sich auf Cortexbereiche, Nucleus caudatus, Hypothalamus und Medulla oblongata.
Darüberhinaus konnte die Infektion erstmalig auch in peripheren Organen, z.B. Niere, Leber, Milz, Thymus, Speicheldrüsen, Nasenschleimhaut u.a., demonstriert werden.
Diese Befunde sind bedenkenswert insbesondere im Hinblick auf die vielfältige
Verwertung bovinen Organmaterials für bestimmte Arzneimittel (17). Eine differentialdiagnostische Abklärung neurologischer Erkrankungen ist also nicht nur bezüglich BSE, sondern auch für mögliche BK-Erkrankungen geboten.

Der Untersuchung latenter BDV-Infektionen beim Rind, die wie bei Pferd und
Schaf erstmals in den fünziger Jahren experimentell bewiesen worden waren (118),
kommt ebenfalls Bedeutung zu, insbesondere bei Beständen mit Erkrankungsfällen.

Wie für die bisher besprochenen Tierarten sind latente BDV-Infektionen, auch
bei Rindern, nicht auf Europa beschränkt. Von der japanischen Insel Hokkaido, auf der wie oben erwähnt, bereits eine relativ hohe Durchseuchung bei Schafen festgestellt worden war, ergab eine Untersuchung bei gesunden Rindern im Alter von 1-10 Jahren (n=74), daß 20,3% BDV-anti-p24-Antikörper (Western-Blot) im Serum und 10,8% BDV-RNA (p24-Gen) in den PBMCs aufwiesen (67).

Lesen Sie weiter in obiger Habilitationsschrift Seite 36 - 38

 

Strauß (Huhn)

In Israel wurde in 1993 eine bis dahin unbekannte neurologische Krankheit bei
Straußenvögeln beobachtet, die auf Straußenfarmen gehalten wurden. Die
verlustreiche Krankheit betraf vor allem Jungtiere, die an spastischen Paresen litten.
Wir untersuchten 13 Gehirne von verstorbenen Straußen mit dem Antigen-ELISA
(11). Trotz des schlechten Materialzustandes konnten wir in 53,5% (7 von 13) der
Proben BDV-p40 und/oder -p24 nachweisen (116). Außerdem erwiesen sich 10% (1
von 10) der Gehirne von gesunden Kontakttieren als antigenpositiv (116).

Ein weiterer Beweis für die erstmals nachgewiesene BDV-Ätiologie dieser Straußenkrankheit konnte durch Ko-Kultivierung von Gewebe eines infizierten Tieres
mit verschiedenen Zell-Linien erbracht werden. Nach der vierten Passage konnte mit
erwachsenem Straußen-Immunserum und einem anti-p40-mAK BDV-Antigen mit
Hilfe der Immunfluoreszenztechnik nachgewiesen werden (116).

Seit Ende der zwanziger Jahre war es in Einzelfällen gelungen, die Empfänglichkeit von Hühnern für eine BDV-Infektion zu zeigen. Nach intracerebraler Infektion wurden zentralnervöse Störungen beobachtet, histologisch jedoch keine Joest-Degen-Einschlußkörperchen (82) gefunden, aber der Übertragungsversuch auf das Kaninchen war positiv (203). Das Huhn blieb zunächst als Wirt von Bornavirus
umstritten (133), jedoch konnten in den siebziger Jahren weitere Beweise erbracht
werden (102). Die intracerebrale Infektion von Eintagsküken mit Gehirnsuspension
viruspositiver Kaninchen führte bei etwa 70% der Küken (9 von 13) nach 5 bis 8
Wochen zu Ataxien und Paresen. Von 4 nur geringfügig erkrankten Küken erholten
sich 3 Tiere vollständig und blieben auch nach eineinhalb Jahren noch persistent
infiziert (102). Bei älteren Hühnern wurden besonders häufige Erkrankungen mit
schubartigem Verlauf bei Herdenhaltung gesehen, während die Krankheit bei
Einzelhaltung eher ausheilte (106). Auffällig war, daß die klinische Besserung mit
einem Anstieg neutralisierender Antikörper einherging, die bei experimentell
infizierten Hühnern offenbar besonders oft meßbar sind (108).
Auch bei den israelischen Straußen könnte die Häufung von BK in 1993 durch
Massentierhaltung und mangelnde hygienische Bedingungen begünstigt worden sein.
In den darauffolgenden Jahren traten nach Verbesserung der Haltungsbedingungen
keine neuen Krankheitsfälle mehr auf, obwohl die latente Infektion noch achweisbar
blieb (Weisman 1996, persönl. Mitteilung).

Lesen Sie weiter in obiger Habilitationsschrift Seite 44 -46

Kaninchen:

In einer Untersuchung der Übertragungswege in 1993 (Ref. 38) konnten wir exemplarisch bei intracerebral infizierten Kaninchen zeigen, daß infektiöses Virus fast 2 Wochen vor Krankheitsbeginn, ab dem 10. bis 12. Tag nach Infektion, kontinuierlich in Speichel und Nasensekret ausgeschieden wird, ab dem 21. Tag auch mit der Tränenflüssigkeit. Diese Sekrete stellen somit eine potentielle Infektionsquelle dar, auch wenn die Virustiter sehr niedrig sind (102 FFU/ml).

Ratten:

Bei persistent infizierten Ratten konnte gezeigt werden, daß eine Kontaktinfektion durch Kohabitation jederzeit möglich war, solche klinisch gesunden Tiere also möglicherweise als Dauerausscheider zu betrachten sind. Die hohe Ansteckungsrate der männlichen Tiere durch infizierte Weibchen gegenüber einer geringen vice versa - Ansteckung wies auf den Urogenitalbereich des Weibchens als Hauptinfektionsquelle via intranasale Infektion hin (38). Auch ohne direkten Kontakt war eine Ansteckung möglicherweise über kontaminierte Käfige möglich.
Erstmalig konnte in dieser Untersuchung darüberhinaus bewiesen werden, daß der intrauterine Infektionsweg (hier bei Ratten) möglich ist, wenn das Muttertier persistent infiziert ist. Jedoch lag die Effizienz der vertikalen Übertragung nur bei 16% (14 von 90) der Nachkommen in 50% (8 von 16) der Würfe (Ref. 38).

 

Papagei, Wellensittich

Lt. neuester Forschung können auch Papageien und Wellensittiche das Bornavirus haben. Das Bornavirus bei den Papageien bzw. Vögeln ist etwas anders, es hat zu 3/4 Gemeinsamkeiten mit den Säugetieren. Aber 80-95 % sind gleich beim ABV, dafür gibt es 4 Untergruppen.

Nähere Infos dazu im Forum http://www.chronische-infektion.de/viewtopic.php?f=9&t=752&sid=bc061cd53b18ce4a6bd9ec9f59fb9ee3

 

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