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Ernährungsempfehlungen bei Herpes und evtl. auch bei Bornavirus

Die Ernährung kann das Wachstum des Virus merklich beeinflussen. Besonders wichtig ist die Versorgung mit zwei bestimmten Aminosäuren: Arginin in grossen Mengen unterstützt das Wachstum des Virus (das Virus ist bei seiner Vermehrung auf regelmässige Argininzufuhr angewiesen). Die Aufnahme von Lysin in grossen Mengen hemmt hingegen das Viruswachstum (hauptsächlich, indem sie die Argininmenge verringert, die dem Virus zugänglich ist). Eine lysinreiche und gleichzeitig argininarme Ernährung kann eine wirksame Behandlung von Herpes sein, und die Anzahl und den Schweregrad der Rückfälle mindern.

Arginin vermehrt den Herpesvirus und sollte daher bei Herpes möglichst niedrig gehalten werden!

An sich wird Arginin als sehr nützlich beschrieben - wenn der Herpes nicht wäre: Arginin erhöht Spermienanzahl,Wachstumshormonausschüttung und Creatinspeicherung, hilft bei der Wundheilung, Verstoffwechselung von Körperfett und Entgiftung von Ammoniak (Ammoniak ist toxisch und die Konzentration im Blut steigt mit der Trainingsintensität), hilft die körperliche und geistige Wachsamkeit zu erhöhen, ist notwendig für die Oestrogenproduktion. Arginin sollte aber bei Herpes vermieden werden. Arginin wird im Leberstoffwechsel für die Harnstoffbildung und den Ammoniakabbau benötigt. Daneben spielt Arginin eine wichtige Rolle im Immunsystem und bei Heilungsprozessen. Arginin kann zwar vom Körper selbst synthetisiert werden, doch in Belastungssituationen muß zusätzlich Arginin zugeführt werden (semiessentielle Aminosäure). Arginin kann im Körper zu Ornithin umgewandelt werden (entgiftet den Körper von Ammoniak), und umgekehrt. Arginin hat eine immunstärkende Wirkung und wird mit einer erhöhten Wachstumshormonbildung und einer verbesserten Fettverbrennung in Verbindung gebracht. Aber: Es unterstützt das Wachstum von Herpesviren, da diese es in ihre DNA einbauen und bei Überdosierung besteht die Möglichkeit einer Förderung "schlafender" Herpes-Infektionen.

L-Lysin bei Herpes verhindert, das das Virus in die Zelle eindringen kann

L-Lysin ist Antagonist zu L-Arginin, das wiederum essentiell für Herpes-Viren ist. L-Lysin verdrängt kompetetiv L-Arginin von dem gemeinsamen Transportsystem durch die Intestinalwand. Das Virus baut fälschlicherweise L-Lysin in seine DNA-Strukturen ein, wodurch sein Wachstum gestoppt wird.

Auszug aus der humanen http://de.wikipedia.org/wiki/Herpes : Es gibt eigene Diät-Richtlinien, wenn man an Herpes (simplex) leidet. Dabei sollte man darauf achten, dass der L-Lysin Gehalt in der Nahrung wesentlich höher ist als der Arginin Gehalt. Beides sind Aminosäuren; während Lysin das Wachstum der Viren hemmt, sowie die Wundheilung fördert und auch entzündungshemmend agiert, regt Arginin die Vermehrung bzw. vermehrte Ausströmung der Viren aus den Nervenzellen an.

L-Lysin: -2xtgl 1000mg Lysin (eine Aminosäure = Eiweißbaustein) wirkt gut gegen Herpes Viren, bis 6 gr/tgl L-Lysin ist Antagonist zu L-Arginin, das wiederum essentiell für Herpes-simplex-Viren ist. L-Lysin verdrängt kompetetiv L-Arginin von dem gemeinsamen Transportsystem durch die Intestinalwand. Das Virus baut fälschlicherweise L-Lysin in seine DNA-Strukturen ein, wodurch sein Wachstum gestoppt wird. ANWENDUNGSGEBIET: -Viruserkrankungen (2xtgl 500mg) -Herpes simplex (2xtgl 500 mg), initial bei schmerzhaftem Herpes: 3.000mg -Herpes labialis + C, + Zink -Herpes genitalis) zuzügl. Vitamin C u. Zink

Für uns sehr wichtig beim Pferd: Bei Hafer ist das Aminosäuremuster unausgeglichen (hauptsächlich Arginin). Hier sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass L-Lysin als Zusatzfutter zugegeben wird.

Mineralfutter - Ergänzungsfuttermittel:

Hier gilt wie bei allem, zu viel ist ungesund, ja sogar schädlich. Insbesondere bei einer Überfütterung mit Selen gibt es eine neue Studie im Humanbereich, dass dabei Diabetes II ausgelöst werden kann. Der Pendant beim Pferd ist das EMS = equine metabolische Syndrom. Genau ist das Ganze noch nicht erforscht, kann sein, dass eine erbliche Komponente dabei da sein muss, Borreliose ist auch im Spiel.

Garnichts füttern davon bringt auch nichts, wie manche propagandieren, ich habe es ein paar Monate durchgezogen und getestet und gebe jetzt doch wieder Mineralfutter.

Viele Ergänzungsfuttermittel haben einen erhöhten Anteil an L-Lysin und Vitamin-B-Komplexen - da lohnt es sich, die verschiedenen Mittel zu vergleichen und das günstigste für sein Herpes-Pferd auszuwählen - siehe auch spezielle Infos darüber im Diskussions-Forum über Herpes-Diät (zur Zeit nicht online)

L-Lysin kann man in der Apotheke oder im Internet bestellen, 20-30 gr pro Tag ins Pferd bei akuten Herpeserkrankungen. Auch einzusetzen, ca. 3 Wochen bevor man zu einem Turnier - oder Lehrgang oder was auch immer geht, wenn man einen Herpes-Kanditaten hat. Nicht zum Dauergebrauch. (Vorsicht vor Aminosäuren-Imbalancen allerdings bei hohen Dosen und langfristiger Verabreichung)

Lesetipp: Aminosäuren und Co. http://www.iwest.de/dt/PDF/info/iWESTNEWS0103.pdf Auszug daraus:

1. lebensnotwendige (=essentielle) Aminosäuren, die unbedingt in ausreichender Menge mit der täglichen Nahrung aufgenommen werden müssen. Dazu gehört L-Lysin. 2. bedingt notwendige (= semiessentielle) Aminosäuren. Dazu gehört Arginin - und 3. nichtessentielle Aminosäuren.

Im Internet gibt es Preisvergleiche, z.B. bei www.medizinfuchs.de rein. das ist eine Arzneisuchmaschine. Dort bekommt ihr die günstigsten Preise für alles. Einfach in die Suchleiste den Begriff eingeben * L-Lysin oder Engystol. etc* und als Ergebniss wirft sie euch Internet Apotheken sortiert nach Preisen.

Vitamin B-Komplex, Vitamin E:

"Zink, Vitamin E können zusätzlich das Immunsystem unterstützen, Tellington Touch und einreibungen mit Nerven beruhigenden Massageölen zur Regeneration beitragen. B-Vitamine fördern ebenfalls die Nervenregeneration, solange sie mindesten 3x täglich über den Tag verteilt gegeben werden - sie werden leider als wasserlösliche Nährstofe mit dem Harn sehr rasch ausgeschieden und haben damit nur eine wenige Stunden lange Halbwertzeit im Körper, entfalten ihre positive Wirkung auf Nervenzellen aber nur, solange diese konstant darin 'gebadet' werden.

Mineral-Zusätze, Zink, Selen bei der Pferdefütterung:

Für eine gute Mineral- und Vitaminversorgung sorgen, aber nicht zu viel. Möglichtst keine Fertigfutter einsetzen, die durch Melasse etc. den Stoffwechsel belasten. Mit Melasse schmackhaft gemachte Futtermittel, deren Staub auch so gebunden ist - wie auch bei Pellets übrigens - kann in erster Linie für Pferde mit problematischer Verdauung ungünstig sein, einerseits durch das ohnehin erhöhte Risiko von Fehlgärungen bei ihnen, anderseits durch die darin oft reichlicher enthaltenen Konservierungsstoffe, die ihrerseits die Darmflora beeinflußen können. Bei kleinen Mengen Kraftfutter und gesundem Darm sollte das aber keinerlei Auswirkungen haben! Auch Selen in zu hoher Konzentration ist bei diesen Pferden sehr gefährlich. Selen braucht ein Pferd nur in winzigen Spuren. Hafer und ein hochwertiges Mineralfutter (bei reiner Haferfütterung auf Ausgleich L-Lysin zu L-Arginin achten, siehe oben)

Vorsicht auch bei Zink. Am besten ist eigentlich immer, erstmal durch eine Blutuntersuchung abzuklären, wie der Stand ist, ob das Pferd überhaupt einen bestimmten Mangel an Mineralien hat. Es behindert einige körpereigene Antibiotika (Defensine, z.B. das Psoriasin) in ihrer Wirkung, weil diese versuchen, Bakterien das Zink zu entziehen. Wenn diese dann das Zink direkt von vorne wieder reingeschoben bekommen, ist das natürlich ziemlich kontraproduktiv!

Gesundheitswächter Dickdarm

– Die Stabilität der Dickdarmflora bestimmt langfristig über die Gesundheit Ihres Pferdes: http://www.iwest.de/dt/PDF/reiterrev/Ausgabe0802.pdf und Infos über Kotwasser, php-Wert der Äppel messen, wann werden Fruktane gefährlich etc.


Archiv - Betroffene Pferdebesitzer berichten:

18.6.07: Aus dem TCM-Lager hörte ich von zwei Seiten, man solle bei nervengeschädigten Organismen, also hier Pferd, keinen Hafer füttern, da er zu den "heißen" Futterarten gehört, ebenso keinen Weizen und wenig oder gar keine Melasse.

Das "kein Hafer = Verbesserung" hat sich nach den Erfahrungswerten der Datenbankeintragungen und selbst gemachten Erfahrungen allerdings nicht generell bestätigt.

Während man eigentlich über die zwei letzteren nicht diskutieren müßte, ist Hafer aber sicher das verträglichste und am besten ausgewertete Futtermittel für Pferde. Und nach tagelangen Recherchieren habe ich bis jetzt kein Müsli gefunden, dass ich als Ersatz empfehlen könnte! Eigene Versuche in diese Richtung ergaben in den letzten 5 Monaten keine positiven Ergebnisse. Dafür ergaben alle meine Recherchen bis jetzt nur ein pro für Hafer als Heilmittel, insbesondere sogar in der Nervenheilkunde. http://www.phytodoc.de/informationen/heilpflanze/hafer/anwendungsgebiete_wirkungsweise/ - sehr interessante Seite!

Nach Rücksprache mit einer THP, die auch mit TCM arbeitet, gibt es alleerdings wirklich mehr Pferde als man denkt, die keinen Hafer vertragen aus allen möglichen anderen Gründen, aber das sollte man individuell austesten.

In der chinesischen Lehre haben wir nun mal verschiedene Temperaturverhalten. Wenn einer heiss ist und verschleimt, wird ihm Hafer nicht gut tun, Gerste ist kühlend, erweichend auf Schleim zum Beispiel. Hafer nährt die Milz, Gerste die Niere, Mais nährt das Feuerelement. Herz und Dünndarm, Dreierwärmer. Aber das führt echt alles zu weit hier. Chinesisch macht es Sinn, die Pferde zu überprüfen, was sie wirklich benötigen, gerade dann wenn sie akut krank sind. Dieses benötigen von einem bestimmten Temperaturverhalten an Futter kann sich wieder verändern, dann nämlich wenn das Gleichgewicht wieder hergestellt ist.

Allerding wissen wir z.B., dass im Hafer das L-Lysin/L-Argenin ungünstig ist für Herpespferde, dann muss sehr auf das Gegengewicht mit zusätzlicher L-Lysin bei den Arminosäuren geachtet werden. Wenn also im Hafer noch andere Aspekte ungünstig sind für unsere Patienten hier, dann kann man das vermutlich auch gegensteuern.

Naja, Versuch macht klug, heißt es so schön. Mein zweimonatiger Versuch, das obige umzusetzen, in dem ich ein Müsli mit hohem Dinkelanteil wählte, ging voll daneben. Mein Pferd zeigte ganz vermehrt Kotwasser und seine Äppel wurden sehr matschig, sein Fell wurde merklich stumpfer und er hustete auffallend mehr, also eine deutliche Verschlechterung seines Zustandes. Befragt man google bezüglich Dinkel findet man sehr aufschlussreiche Seiten, über die man sich eigentlich ja nicht wundern muss, wenn man bedenkt, dass Dinkel ja die Urform des Weizens ist und Weizen mit den vielen Klebereiweissen lt. den TCMlern nun ja mit auf der Verbotsliste stand. Bei google erfahre ich also, dass Dinkel wohl etwas weniger davon hat, aber auch noch genug, um die Darmzotten zu verstopfen.

An dem Gluten (Klebstoffen) ist gar nichts schlecht, wenn man sie verträgt, mein Pferd verträgt sie offenbar nicht. Das Problem ist wohl bei Pferd und Mensch ( Zöliakie) gleich, dass im Darm von dem Gluten die Darmzotten verkleben, d. h. die Darmschleimhaut wird glatt. Wenn sie glatt ist, können die Darmzotten keine Nährstoffe mehr aus dem Nahrungsbrei ziehen, d. h.

1. man verhungert am voll gedeckten Tisch wenn man sich vorrangig von glutenhaltigem Getreide ernährt

2. es entsteht im Körper eine Mangelsituation, da die Närstoffe - so wie sie sind, wieder ausgeschieden werden. Da wo sie benötigt werden, landen sie nicht.

Also Mensch, Pferd magert ab, Besi schüttet noch mehr Futter rein, Situation wird immer schlimmer etc.

Melasse und auch Zuckerrübenschnitzel (weniger) stehen in dem Verdacht, dass sich Teile, Bausteine, davon durch die Darmwand über den Blutkreislauf ihren Weg in die Lunge suchen und dort eine verminderte Lungenfunktion verursachen! Komisch, dass mein Pferd genauso und nur zu dem Zeitpunkt so auffallend mehr gehustet hat?

Darüber hinaus sagte google mir, Dinkel (immerhin 40 %) habe einen enorm hohen Stärkeanteil. Da der Dinkelspelz nur schwer zu knacken ist und auch die gewalzte Form im Dünndarm nicht wirklich verwertet werden kann, landet die ganze Chose im Dickdarm und fängt dort an zu gären. Das ist so nicht weiter schlimm, allerdings entstehen bei Stärkevergärungen Fuselöle und Fuselalkohole, die dann auch die hohen Leberwerte erklärten. Fast alle Patienten hatten zudem einen Zink- und einen Selenmangel. Der begründet sich zum einen daraus, dass hier Vitaminverbindungen benutzt werden, die schwer löslich sind, zum anderen daraus, dass der überdosierte Mineralcocktail einige Antagonisten enthält, die sich gegenseitig in der Aufnahme hemmen. Ergänzend evtl noch durch die Melasse (haben die meisten Müslis), kommt Stärke/Zucker in den Dickdarm, so entsteht ein milchsaures Klima in dem die guten Bakterien des Dickdarms absterben.

Na Mahlzeit, den Rest des 2. Sackes habe ich auf den Mist geworfen. Jetzt, ca. 2 Wochen später, hat sich alles wieder normalisiert.

siehe hierzu Immunstärkung und spezielle Fütterung

"Bei der Fütterung von Herpes/Bornapferden spielt anscheinend Zink eine bedeutende Rolle. Um Internet liest man oft bei Menschen, dass man Zink einnehmen muss gegen Viren, da sie das Immunsystem stärken. Unsere Problem mit Borna und wahrscheinlich auch mit Herpes ist aber das, dass die Viren nicht direkt krankmachen, sondern wir haben es mit einer Autoimmunkrankheit oder Immunkomplexkrankheit zu tun. " Bornavirus zerstört die Zelle nicht wie andere Viren, zwingt aber das Immunsystem zu überschießenden Reaktionen, die letztlich zu den Krankheitssymptomen führen. Es kommt zu einer Art „allergischen“ Reaktion, die die Nervenzellen „lahmlegen“.

"Viren benötigen sehr dringend Zink für sogenannte Zinkfingerendonucleasen, sie benötigen es dringender als der Rest des Körpers. Daher schadet eine Fütterung von Mineral- und Fertigfutter, welches den Zinkgehalt im Futter über den evolutionsbiologisch richtigen Wertebereich (über den sich die "Experten" streiten) anhebt, dem Pferd, indem es Vireninfektionen (einige Bakterieninfektionen, z.B. der Haut übrigens auch) begünstigt. Die Überschüsse werden nur teilweise vom Körper ausgeschieden und lagern sich dann in Depots ab (z.B. eben auch im Nervensystem, einem der Hauptspeicher für Zink). Es dauert sehr lange, bis man das überschüssige Zink da wieder ganz heraus hat (Jahre! Erste Besserungen zeichnen sich aber meist schon 1 bis 4 Monate nach Absetzen von Fertig- und Mineralfutter ab), aber dann danken es einem die Pferde mit mehr "Härte". Infektionen verlaufen dann nicht mehr so schlimm, weil die Viren nicht mehr durch die Zusätze sozusagen "gedüngt" werden."

"nach meinen Informationen ist es nicht ratsam einfach die Zinkdosis zu erhöhen, weil damit die Aufnahme von Magnesium gehindert wird. Deshalb hatte meine Stute bei dem letzten Blutbild vielleicht auch so einen schlechten Wert bei den Muskeln. In der Grundnahrung -also Heu und Gras- ist ja auch Zink enthalten-, das für den Grundbedarf eines Pferdes eigentlich ausreichend ist. Beim Blutbild ist außerdem ersichtlich, dass der Selengehalt sehr hoch ist, was in unserer Gegend eigentlich aufgrund der Bodenbeschaffenheit totol untypisch ist. Ich habe mich jetzt also entschieden kein Mineralfutter mehr zu füttern und in ein paar Monaten nochmals eine Blutuntersuchung zu machen um zu schauen ob es irgendwelche Auswirkungen hat. "

 

akt. 9.11.12

 

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