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FSME ist ein Virus, aber auch von den Zecken übertragen.

Pferde und FSME:

Nicht nur wir Menschen, sondern auch unsere Pferde, insbesondere die mit Weidegang, können auch die FSME von den Zecken bekommen:.

Auszug aus http://edoc.ub.uni-muenchen.de/archive/00001125/01/Janitza-Futterer_Dorothee.pdf

Serologische Untersuchungen zur endemischen Situation der Infektion mit dem FSME-Virus in einer südbadischen Pferde- und Hundepopulation:

5.3. Durchseuchungsrate beim Pferd In der ersten Untersuchung im März 1999 waren 48 von 205 untersuchten Pferden positiv, das entspricht einer Durchseuchung von 23,4 %. Das Ergebnis stimmt gut mit den Untersuchungen von LUCKSCHANDER (1998) überein, sie ermittelte in einer österreichischen Pferdepopulation eine Durchseuchungsrate von 13 %. Die bisherigen seroepidemiologischen Studien an Tier und Mensch liefern unterschiedliche Ergebnisse, je nach Durchseuchungsrate der Zecken in diesem Gebiet und je nach Zeckenexposition der untersuchten Spezies (siehe Literaturteil 2.3.2. und 2.5.). Für die Durchseuchungsrate der Zecken in Baden-Württemberg findet man Angaben zwischen 0,6 % und 3,6 % für die adulten Stadien (ACKERMANN UND RHESE-KÜPPER, 1979; SÜSS ET AL, 1999).

Verschiedene Säugetierpopulationen wurden auf das Vorhandensein von Antikörpern gegen das FSMEV untersucht. Übereinstimmend kamen die Autoren zu dem Schluß, dass ihre Ergebnisse mit den aus der Humanmedizin bekannten Endemiegebieten übereinstimmen und dass die von ihnen untersuchten Säugetiere gute Indikatoren zur Erkennung und zur Überwachung von FSMEGebieten sind.

Durchseuchungsrate der Gruppen:

In der vorliegenden Studie wurden die Pferde nach ihren Standorten in 8 Gruppen eingeteilt, die Seroprävalenzen lagen zwischen 3,7 % und 60 %. Die Seroprävalenz der einzelnen Gruppen stieg von Osten beginnend nach Westen hin signifikant an (p= 0.001). Folglich kann zwischen einem hoch-endemisch und einem niedrig-endemischen Gebiet unterschieden werden. Dieses Ergebnis deutet auf eine höhere Aktivität bzw. Vorkommen FSME-infizierter Zecken in den beschriebenen westlichen Untersuchungsregionen hin. Dieser Befund könnte damit zusammenhängen, dass im westlichen Untersuchungsgebiet - aufgrund der vielen Flussläufe - mehr Feuchtbiotope vorkommen und so den Zecken ein ideales Milieu geboten wird.

4.1.1.10. Symptome der seropositiven Pferde

Die seropositiven Pferden zeigten während des Untersuchungszeitraumes von 21
Monaten keine zentralnervösen Symptome wie sie bei einer FSME-Infektion
beschrieben werden.
Bei 3 seropositiven Pferden berichteten die Besitzer von vorübergehendem Fieber
und schlechtem Allgemeinbefinden ungeklärter Ursache in den vorangegangenen
Monaten. Ein Pferd welches in der Untersuchung im März 1999 im ELISA negativ
war hatte bei der Untersuchung im Oktober 1999 Antikörper gegen das FSMEV im
Serum, die Besitzer berichteten, dass das Pferd im August 1999 eine „schlechte
Phase“ gehabt habe.

Ende Zitat

 

Neben einer Infektion mit Borrelien und FSME können Zecken weitere Erreger übertragen wie z.B.

Ehrlichien,

Rickettsien

und Babesien.

Möglicherweise gibt es darüber hinaus bisher noch unbekannte Erreger. Eine Mischinfektion mit Borrelien, FSME und anderen Erregern ist möglich und führt häufig zu schweren Krankheitsverläufen.

aktualisiert 28.8.09

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