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Pferdehusten - da gibt es einige Erreger

1) Mastadenoviren - equines Mastadenovirus A + B

Die Gattung Mastadenovirus umfasst Viren der Familie Adenoviridae, die ausschließlich bei Säugetieren vorkommen. Mastadenoviren sind bislang bei Rindern, Pferden, Schafen, Ziegen und Schweinen, sowie bei Nagetieren wie Mäusen, Hörnchen undgefunden worden. Auch beim Menschen und bei nahe verwandten Menschenaffen wurden Mastadenoviren gefunden (siehe Humane Adenoviren). Mastadenoviren verursachen meist Infektionen des Respirationstraktes, der Augenbindehäute und der Harnblase. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Mastadenovirus

24.5.14: Man lernt doch nie aus - mein Pferd war zeitlebens ein Hustenpferd und genausolange huste auch ich. Jetzt kam durch ein neues Radionikverfahren heraus, dass wir alle den gleichen Hustenvirus hatten, eben den o.g. equinen Mastadenovirus B! Den wir zum Glück auch mit dem gleichen Verfahren eleminieren konnten. Darauf wäre nie ein Schulmediziner gekommen!!!!

 

2) EHV 5

Entsprechend Forschungsergebnissen in den USA scheint es einen neuen Verursacher für Lungenerkrankungen beim Pferd zu geben. Es handelt sich um ein bisher unterschätztes Herpes Virus. Nach derzeitiger Nomenklatur wird es als Equines Herpes Virus-5 (EHV-5) - ein Gamma-Herpesvirus - bezeichnet und ist eigentlich schon länger bekannt.

Es wurde bisher in seiner potentiellen Bösartigkeit unterschätzt und in Zusammenhang mit Hornhauterkrankungen des Auges gebracht.

Die Krankheitsverläufe können entsprechend den Ergebnissen von Forschern der Michigan State schlimmer sein als bei RAO bzw. dem Krankheitsbild der Dämpfigkeit. Grundsätzlich sind die klinischen Krankheitssymptome vergleichbar, die Krankheit schreitet aber mit der Zeit voran, die Möglichkeiten zur Therapie sind problematischer und die Prognose entsprechend dem derzeitigen Stand der Dinge schlecht.

Die Krankheit, die durch EHV-5 ausgelöst wird, bezeichnet man im Englischen als "equines multinodular pulmonary"fibrosis. Das Krankheitsbild war bisher zwar bekannt, die Verbindung zu EHV-5 ist jedoch neu. EHV-5 ist vor allem bei jungen Pferden auch in Deutschland und der Schweiz nachgewiesen worden, in der Regel aber im Zusammenhang mit harmlosen Infektionen der oberen Atemwege.

EHV-5 und EHV-2 Erreger werden bei vielen Pferden ohne jegliche Krankheitssymptome in der Tränenflüssigkeit des Auges nachgewiesen. Im Blut findet man bei bis zu 93% der Pferde Antikörper gegen diese Herpesviren.

Trotz allem ist Aufregung nicht angebracht, da die Fallzahl schwerer Erkrankungen nicht besonders groß sein dürfte.

Quelle: http://equivetnews.blogspot.com/search/label/Husten

Die fibrotischen Lungenerkrankung EMPF

ist eine Lungen-Infektion in Zusammenhang mit dem equinen Herpesvirus Typ 5 (EHV-5 ein Gamma-Herpesvirus), das bislang noch nicht bei Pferden in dieser Verbindung bekannt war und hauptsächlich erwachsene Pferde befällt. Wenn eine fibrotische Lungenerkrankung diagnostiert wurde, war auch 100%ig das Virus EHV5 dabei lt. Untersuchungen in den USA.

EMPF ist eine spontane Lungenerkrankung , die durch Entzündung und Vernarbung der Lunge auffällt. Die Narbenbildung führt zu einem Verlust der Lungenfunktion und eine Unfähigkeit des Pferdes, genügend Sauerstoff zu bekommen. EMPF ist progressiv und reagiert in der Regel schlecht auf die Therapie, sodass es oft tödlich ist für die betroffenen Pferde.

Wie testet man EHV5? ....man muss das Virus haben u. dann Neutralisationsteste machen

Pendant bei Menschen EBV

Diese fibrosierende Lungenerkrankungen bei Pferden hat einen klinischen Pendant beim Menschen - idiopathischer pulmonaler Fibrose (IPF). IPF wird wie EMPF durch progressive Narbenbildung in der Lunge, der Verlust der Gewebe Fähigkeit, Sauerstoff zu transportieren und bewirkt macht es zunehmend schwierig für eine Person zu atmen ist. Dies wird oft als ein Gefühl des Erstickens oder einer intensiven Straffung der Brust beschrieben.
Ungefähr 128.000 Amerikaner leiden an IPF und jedes Jahr befällt die Krankheit das Leben von mehr als 40.000 Menschen - etwa die gleiche Anzahl wie Brustkrebs. Nur wenige Menschen haben von IPF gehört, aber es ist fünfmal häufiger als Mukoviszidose und die Lou Gehrig-Krankheit. Es gibt keine Heilung und die Überlebenszeit ist in der Regel weniger als fünf Jahren nach der Diagnose. Die Ursache der IPF ist unbekannt, es wird aber angenommen, dass diese aus einer Kombination von Faktoren, die zu Verletzungen der Lunge führen, einschließlich möglicherweise Viren, wie Epstein-Barr-Virus (EBV).

"Das Virus mit dem EMPF bei Pferden ist ein Gammaherpesvirus. Dies ist die gleiche Art von Virus wie der humane EBV, sodass er auch als möglicher Auslöser für IPF beim Menschen zuständig sein könnte, "sagt Williams. Die Erkenntnisse bei der Behandlung der Pferde könnten also auch dazu beitragen, die humane IPF besser zu verstehen. Dies ist eine wichtige Frage, um auch die fibrotischen Lungenerkrankungen beim Menschen insgesamt besser zu verstehen. Wir wissen jetzt, dass ein Gammaherpesvirus Lungenfibrose im natürlichen Wirt induzieren kann und wir nehmen an, dass die Induktion von Fibrose geschieht, während das Virus latent vorhanden ist im Körper", sagt Williams. "Unsere Ergebnisse darauf auch hin, daß nicht alle EHV-5 pathogen sind, sondern dss nur einige Stämme des Virus induzieren können zu einer Lungenfibrose. Diese Ergebnisse haben wichtige Implikationen bei der Prüfung Detektion von Gammaherpesvirus in der Lunge des Menschen mit Lungenfibrose. "
Quelle: https://www.cvm.msu.edu/about-the-college/news-and-events/publications/perspectives-magazine/perspectives-spring-2014/equine-multinodular-pulmonary-fibrosis-and-ehv-5

 

Symptome:

EMPF verbunden mit schwerer Atemnot, gekennzeichnet durch Tachypnoe, Tachykardie, intermittierendes Fieber, Husten, Nasenausfluss, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Abmagerung und Lethargie.
Eine deutliche entzündliche Reaktion war oft bei den betroffenen Pferden vorhanden.
Zu den klinisch-pathologische Veränderungen gehören Anämie, Lymphopenie und Hypoxämie.

Umfassende weitere Beschreibungen und Behandlungsmethoden (es gab da nicht viele wirksame, auch keine erfolgreichen Virusstatika sei angemerkt) sind auf der US-Page zu finden: http://veterinarynews.dvm360.com/dvm/Veterinary+Equine/EMPF-A-newly-described-disease/ArticleStandard/Article/detail/559253

Links zu EHV5:
http://veterinarynews.dvm360.com/equine-multinodular-pulmonary-fibrosis-newly-described-disease-linked-ehv-5?rel=canonical

Eine Dissertation der FU-Berlin aus 2008

hatte zum Inhalt, ob EHV 5 in Deutschland verbreitet ist und ob es eine Verbindung mit EHV1 und EHV 4 gibt. Geprüft wurde auch ein Zusammenhang mit der kombinierten Influenza-Herpesimpfung Resequin Plus. http://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000006150

Umfassenden Thread finden Sie im Forum.

akt. 8.4.10

Nasenausfluss, welche Farbe sagt und was:

Farbloser bis weißlicher Nasenausfluß geht fast immer (einstweilen) nur auf einen Virusinfekt zurück. Erst auf der durch die Viren geschädigten Schleimhaut nisten sich nach Tagen (!) dann Bakterien ein, die auf Antibiotika ansprechen würden.
Da die AB 'alles' an Bakterien bekämpfen, gilt das auch für die nützlichen Schleimhautbewohner in Darm und oberen Atemwegen...und manche von íhnen dann leider auch das Immunsystem bremsen... in dem Fall hat man Glück, wenn es denn Bakterien waren - in dem Fall sollten sie allerdings auch zumindest ein wenig helfen.

Sonst, wenn sich so langsam herauskristalisiert, dass hier wohl (ursprünglich) Viren der Bösewicht waren: Immunstimulans geben lassen, Zink zufüttern (das braucht der Körper bei Infektionen vermehrt), pflanzliche Immunstimulatien und das Pferd warm einpacken.
Schleimlöser zu geben ist in solchen Fällen immer gut, warm inhalieren mit etwas mildem, reizstillenden und immunstimulierenden kann zusätzlich helfen.

Kalte oder staubige Luft ist weniger ideal für die meisten Viren - die vermehren sich dann besser. In sofern ist das mit dem Spazierengehen so eine Sache: bei Sonnenschein ist es sicher gut, sonst dem Pferd evt. etwas über die Nüstern hängen (warmes Tuch in den Nasenriemen des Halfters binden: dann ist die Einatmungsluft schon mal gut vorgewärmt...

Wenn der Nasenausfluß 'farbig', z.B. gelblich wird: das sind dann praktisch immer Bakterien - dann sind AB angesagt!

Quelle: Dr. Bielenberg vom Reiterevue-forum.de

externe Links:

https://www.enpevet.de/Lexicon/ShowArticle/41820/Pferdehusten-Komplex

 

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